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Teppichkäfer
Quel­le: https://de.wikipedia.org/wiki/Teppichk%C3%A4fer#mediaviewer/File:Anthrenus_scrophulariae_wien_01.jpg

Tep­pich­kä­fer

Mate­ri­al­schäd­lin­ge

Aus­se­hen

Tep­pich­kä­fer sind unschein­ba­re klei­ne Käfer­chen, deren Kör­per­län­gen zwi­schen 2–3,8 mm schwan­ken. Der bunt­fle­cki­ge Tep­pich­kä­fer hat elf­glied­ri­ge Füh­ler.

Lebens­wei­se

Das befruch­te­te Weib­chen dringt im Mai/Juni in Gebäu­de ein und legt dort ca. 30 Eier. Nach 15 Tagen schlüpft eine Lar­ve, die sich bis zu zwölf­mal häu­ten kann, bevor sie erwach­sen ist. Die Lar­ven ver­pup­pen sich zum Groß­teil im Herbst. Inner­halb von 10 — 19 Tagen schlüpft die Ima­go, ver­bleibt aber bis zum Früh­jahr in der Pup­pen­haut. Der klei­ne­re Teil der Lar­ven über­win­tert, setzt im Früh­jahr den Mast­fraß fort und ist erst danach reif. Die Lar­ven des Tep­pich­kä­fers sind gefähr­li­che Schäd­lin­ge, wel­che an Tep­pi­chen, Tex­ti­li­en, Pelz­werk aber auch an Leder, Sei­de, Federn, Horn und ins­be­son­de­re Insek­ten­samm­lun­gen u.a. natur­kund­li­chen Schau­stü­cken immense Schä­den anrich­ten kön­nen. In frei­er Natur ent­wi­ckeln sie sich in Vogel­nes­tern, auf den Kada­vern von Vögeln und Säu­gern sowie in den Nes­tern wil­der Bie­nen.

Vor­beu­gung

Man soll­te bei Tep­pi­chen dar­auf ach­ten, dass die­se auf glat­te, fugen­lo­se Fuß­bö­den und nicht bis an den äußers­ten Rand ver­legt wer­den. Oft sau­gen und aus­klop­fen. Natur­kun­de­s­amm­lun­gen soll­ten in gut abge­dich­te­ten Käs­ten oder Con­tai­nern unter­ge­bracht wer­den und prä­ven­tiv mit Che­mi­ka­li­en behan­delt wer­den. Kon­se­quen­te Besei­ti­gung von Schmutz­teil­chen, die sich hin­ter Möbeln, Küchen­ein­rich­tun­gen und in Fuß­bo­den­rit­zen sam­meln. Besei­ti­gung von ver­las­se­nen Vogel‑, Mäu­se- und Wes­pen­nes­tern, sowie von aus­ge­trock­ne­ten Kada­vern jeg­li­cher Art.