Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner erkennen

Das soll­ten Sie über Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner wis­sen:

Der Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner ist ein klei­ner, nacht­ak­ti­ver Schmet­ter­ling aus der Fami­lie der Zahnspinner.Frisch geschlüpfte Lar­ven sind zunächst gelb­lich­braun, spä­ter grau-blau bis schwarz. Auf ihrem Weg zur Ver­pup­pung absol­viert die Rau­pe ins­ge­samt 6 Lar­ven­sta­di­en in einem Zeit­raum von 9 – 12 Wochen.

Die für den Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner cha­rak­te­ris­ti­schen Brenn­haa­re (die ein Nes­sel­gift ent­hal­ten) wer­den ab dem drit­ten Lar­ven­sta­di­um aus­ge­bil­det. Sie sind mikro­sko­pisch klein und für das mensch­li­che Auge kaum sicht­bar. Oft wer­den sie des­we­gen mit den län­ge­ren, deut­lich sicht­ba­ren Sei­den­haa­ren der Rau­pe ver­wech­selt. Voll ent­wi­ckel­te Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner besit­zen ca. eine hal­be Mil­lio­nen die­ser gif­ti­gen Brenn­haa­re.

Gut zu wis­sen: Eier des Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ners, jun­ge Rau­pen und fer­tig ent­wi­ckel­te Fal­ter sind unge­fähr­lich. Gesund­heits­ge­fähr­dend sind nur die soge­nann­ten Brenn­haa­re von älte­ren Rau­pen. Sie ent­hal­ten das Nes­sel­gift Thau­me­to­po­ein, das sowohl bei Men­schen als auch bei Tie­ren eine Über­emp­find­lich­keits­re­ak­ti­on des Immun­sys­tems aus­lö­sen kann.

Vorkommen & Lebensweise

Eichenprozessionsspinner im Larvenstadium und nach der Verpuppung

Die frisch geschlüpften, jun­gen Rau­pen fres­sen zunächst an den sich ent­wi­ckeln­den Knos­pen. Sobald sich die Blät­ter ent­fal­ten kommt es zu Loch­fraß. Ab Juni wer­den von den nun schon älte­ren Lar­ven die typi­schen Gespinst­nes­ter in Ast­ga­beln und Eichen­stäm­men gebaut. Die­se Nes­ter die­nen zur Häu­tung.

Schon Ende Juli bis Anfang Sep­tem­ber legen die weib­li­chen Fal­ter inner­halb weni­ger Tage bis zu 300 Eier an ein- bis drei­jäh­ri­ge Zwei­ge im Kro­nen­be­reich ab. Die Eient­wick­lung beginnt dar­auf­hin sofort, sodass die Ent­wick­lung der Jun­glar­ve bereits im Spät­som­mer abge­schlos­sen ist. Die fer­tig ent­wi­ckel­te Lar­ve überwintert dann im Ei und schlüpft erst im dar­auf­fol­gen­den Frühjahr.

Wie der Name schon ver­rät, leben die Rau­pen des Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ners haupt­säch­lich an Eichen.

Erst Ende Juni/​Anfang Juli beginnt die Ver­pup­pung der Rau­pen. In die­sem Pro­zess wer­den zwar die gefähr­li­chen Brenn­haa­re abge­sto­ßen, jedoch in ihre Kokons mit ein­ge­wo­ben. Aus die­sem Grund blei­ben die mas­si­ven Gebil­de auch noch nach der „Rau­pen­sai­son“ zum Teil über Jah­re gefähr­lich.

In ers­ter Linie ist der Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner ein Forst­schäd­ling – die­se Bedeu­tung war bis­lang aber eher gering. Da in den letz­ten Jah­ren die Aus­brei­tung des Schäd­lings aller­dings deut­lich zuge­nom­men hat, bekommt die Gesund­heits­ge­fahr eine immer grö­ße­re Bedeu­tung. Teil­wei­se reicht schon ein Gang ent­lang befal­le­ner Bäu­me, um eine soge­nann­te Rau­pen­der­ma­ti­tis aus­zu­lö­sen.

Bei beson­de­rer Schwe­re der Sym­pto­ma­tik soll­te schnellst­mög­lich ein Arzt auf­ge­sucht wer­den. In Ein­zel­fäl­len kann es zu einer all­er­gi­schen Schock­re­ak­ti­on kom­men.

Bekämpfung

Ein Baum wird von Fleschhut gegen Eichenprozessionsspinner behandelt

Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner soll­ten bekämpft wer­den bevor sie zur Pla­ge wer­den

Da die Brenn­haa­re der Rau­pe unmit­tel­bar nach der zwei­ten Häu­tung aus­ge­bil­det wer­den, müssen Maß­nah­men zur vor­beu­gen­den Bekämp­fung bis Ende April/​Mitte Mai durchgeführt wer­den. FLESCHHUT® Schäd­lings­be­kämp­fung setzt hier­bei auf das soge­nann­te Spritz­ver­fah­ren.

Mit einer der leis­tungs­stärks­ten Hochleistungssprühkanonen, Sprühweite von bis zu 50 Meter, kann jede Eiche ziel­si­cher behan­delt wer­den. Durch eine Joy­stick-Steue­rung der Sprühkanonenspitze ist eine Behand­lung ein­zel­ner, auch hoher, Bäu­me mög­lich. So kann eine selek­ti­ve Aus­wahl an befal­le­nen Bäu­men getrof­fen wer­den. Die Sprühkanone ist auf einem All­rad-Schlep­per befes­tigt und kann somit direkt in das Gelän­de, dicht an den betrof­fe­nen Baum her­an­fah­ren.

Ab Ende Mai/​Anfang Juni haben die Rau­pen des Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ners bereits begon­nen die gif­ti­gen Brenn­haa­re zu bil­den. Da es ab die­sem Zeit­punkt für vor­beu­gen­de Maß­nah­men zu spät ist, hel­fen nur noch mecha­ni­sche Maß­nah­men im Rah­men einer aku­ten Bekämp­fung.

Manuelle Maßnahmen

Fleschhut Schädlingsbekämpfung sammelt den Eichenprozessionsspinner von einem Baum ab

Absammeln und Absaugen

Die­se Metho­de ist wirk­stoff­frei. Die Rau­pen, Gespinst­nes­ter und Häu­tungs­res­te wer­den durch Hoch­leis­tungs­sau­ger in einen spe­zi­el­len Beu­tel gezo­gen – die­ser ist undurch­läs­sig für die gif­ti­gen Brenn­haa­re und kann vor dem Ent­neh­men ver­schlos­sen wer­den. Anschlie­ßend wer­den die Spe­zi­al­beu­tel fach­ge­recht ent­sorgt.

Abflammen

Die­se Metho­de ist eher weni­ger geeig­net. Zum einen kön­nen durch die ent­ste­hen­den Auf­win­de die gif­ti­gen Brenn­haa­re auf­ge­wir­belt wer­den und sich weit­räu­mig in der Umge­bung ver­tei­len. Des Wei­te­ren kann durch das Abflam­men die Baum­rin­de beschä­digt wer­den und es besteht eine all­ge­mein erhöh­te Brand­ge­fahr.
Bei der aku­ten Bekämp­fung ist vor allem auf den Arbeits­schutz zu ach­ten, da wäh­rend der Behand­lung stän­di­ger Kon­takt mit den Brenn­haa­ren besteht. Alle FLESCHHUT®-Mitarbeiter sind im Umgang mit den Bekämp­fungs­maß­nah­men ver­traut und tra­gen Überdruckanzüge mit exter­ner Belüftung.

Wer ist gefährdet?

Wer ist gefährdet:

  • Kom­mu­nen, Gemein­den, Städ­te, Parks, Frei­bä­der, Kin­der­gär­ten, Schu­len, Sport­an­la­gen, etc.
  • Gärt­ner, Landwirte/​Obstbauern
  • Wald­be­sit­zer
  • Fir­men mit Park­plät­zen im Frei­en oder Frei­ge­län­de
  • Bier­gär­ten
  • Besit­zer eines Ein-/Mehr­fa­mi­li­en­haus mit Gar­ten
  • Wohn­an­la­gen

Wir bekämp­fen den Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner mit wir­kungs­vol­len Metho­den. Schnell, effek­tiv und nach­hal­tig.

Ver­trau­en Sie bei der Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner-Bekämp­fung auf unse­re Erfah­rung. Cle­ve­re Ent­schei­der – wie Sie – haben uns in den ver­gan­ge­nen mehr als 30 Jah­ren zur Num­mer Eins unter den Schäd­lings­be­kämp­fern im wil­den Süden gemacht.