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Taubenzecke

Tau­ben­ze­cke

Gesund­heits­schäd­lin­ge

Aus­se­hen

Der Kör­per der Tau­ben­ze­cke ist flach eiför­mig, mit fein gefurch­ten Rän­dern, die nach oben umge­bo­gen sind. Sie ist gelb­lich gefärbt und nach Ein­nah­me der Blut­mahl­zeit wech­selt die Far­be zu braun­rot. Auf dem Rücken hat die Tau­ben­ze­cke zahl­rei­che Gru­ben und Augen sind nicht vor­han­den. Die Kör­per­grö­ße ist je nach Geschlecht unter­schied­lich: Männ­chen wer­den 4 — 5 mm groß, Weib­chen 7 — 10 mm.

Vor­kom­men

Tau­ben­ze­cken sind in den wär­me­ren Län­dern und in Mit­tel­eu­ro­pa ver­brei­tet. Neben dem klas­si­schen Vor­kom­men in Geflü­gel­hal­tun­gen nimmt die Ver­brei­tung unter ver­wil­der­ten Haus­tau­ben in den Städ­ten zu. Dort wo die Tau­ben ihre Nist- und Ruhe­plät­ze ange­legt haben, ist ein Auf­tre­ten der Tau­ben­ze­cke nicht unaus­schliess­bar. Sie ist über­wie­gend nacht­ak­tiv und hält sich tags­über als Ekto­pa­ra­sit in Rit­zen, Spal­ten, Ecken, unter Spinn­we­ben und an ande­ren Unter­schlupf­stel­len in Tau­ben­schlä­gen und Hüh­ner­stäl­len auf. Sie geht aber auch auf Enten, Gän­se, Spat­zen u.a. Vogel­ar­ten über, wobei sie auch Säu­ge­tie­re und Men­schen in ihrem Befalls­be­reich nicht ver­schont.

Ent­wick­lung

Das Weib­chen legt zwi­schen 20 — 100 ova­le, 0.6 mm gro­ße Eier an ver­deck­ten Stel­len ab. Die­ses geschieht mehr­mals jähr­lich und die Eier sind anfangs bräun­lich und wer­den spä­ter weiß. Nach 2–8 Wochen schlüp­fen die ca. 2 — 3 mm gro­ßen, rund­li­chen und kurz behaar­ten Lar­ven. Ihre sechs lang­glied­ri­gen Bei­ne enden mit Klau­en und Haft­lap­pen. Nach 8 — 14 Tagen sau­gen sie auch tags­über Blut. Sie set­zen sich an der feder­frei­en Haut fest, wie bei­spiels­wei­se am Hals, an Schen­ke­lin­nen­flä­chen oder unter den Flü­geln. Wenn sie voll­ge­so­gen sind, fal­len sie als klei­ne schwarz­ro­te Kugeln auf, ver­las­sen den Wirt und ver­krie­chen sich. Nach 4 — 9 Tagen häu­ten sie sich zum ers­ten­mal zur acht­bei­ni­gen Nym­phe. Das ers­te Nym­phen­sta­di­um ähnelt dem aus­ge­wach­se­nen Tier, ist jedoch klei­ner und ohne Geschlechts­öff­nung. Die Nym­phen sau­gen nachts und nach einem Zeit­in­ter­vall von ca. 3 Wochen ent­wi­ckeln sich bis zu vier Nym­phen­sta­di­en, danach die geschlechts­rei­fe Zecke. Sie nimmt in der war­men Jah­res­zeit bis zu 30 Minu­ten Blut monat­lich auf. Lar­ven und Nym­phen säu­gen nur ein­mal Blut zwi­schen den Häu­tun­gen, die Adul­ten Zecken wie­der­holt. Zehn Zecken sau­gen bis zu 3 ml Blut. Der Ent­wick­lungs­zy­klus ist von den äuße­ren Umstän­den abhän­gig: Bei Blut­spen­der­man­gel dau­ert es bis zu 3 Jah­re, kann aber schon nach 3 Mona­ten abge­schlos­sen sein, wenn ein Wirt vor­han­den ist. Geschlecht­stie­re gel­ten als käl­te­re­sis­tent und sol­len ohne Nah­rungs­auf­nah­me bis zu 6 Jah­ren über­le­ben kön­nen.

Beein­träch­ti­gung

Der Stich einer Tau­ben­ze­cke kann zu jucken­den, schmer­zen­den Biss­re­ak­tio­nen, sowie zu lokal begrenz­ten Ent­zün­dun­gen (Krat­z­ekze­me), Haut­ei­te­run­gen wie bei Ver­lau­sung, schwer hei­len­den, näs­sen­den und aus­ge­dehn­ten Haut­ge­schwü­ren füh­ren. All­ge­mein­re­ak­tio­nen wie Atem­not, beschleu­nig­ter Puls, Erbre­chen, Atem­wegs- und Haut­all­er­gi­en, sowie psy­chi­sche Reak­tio­nen sind durch­aus im Bereich des Mög­li­chen nach einem Ein­stich.