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Pharaoameise
Quel­le: https://de.wikipedia.org/wiki/Pharaoameise#mediaviewer/File:Monomorium_pharaonis_casent0173986_profile_1.jpg

Pha­rao­amei­se

Gesund­heits­schäd­lin­ge

All­ge­mein

Die Pha­rao­amei­se stammt aus Indi­en. Ihren Namen ver­dankt sie dem Umstand, dass ihre ers­te wis­sen­schaft­li­che Beschrei­bung anhand von Exem­pla­ren vor­ge­nom­men wur­de, die in den Mumi­en der ägyp­ti­schen Pha­rao­nen gefun­den wor­den sind. Nach Euro­pa gelang­te sie erst im vori­gen Jahr­hun­dert. Ihr all­ge­mein ver­brei­te­tes Vor­kom­men in den letz­ten Jahr­zehn­ten hängt mit den moder­nen Wohn­sied­lun­gen zusam­men. Man fin­det die­se Art vor­wie­gend in den zen­tral­ge­heiz­ten Woh­nun­gen. Die Pha­rao­amei­se bevor­zugt war­me und feuch­te Orte. Ihre Kolo­ni­en neh­men nur einen win­zi­gen Platz ein, nor­ma­ler­wei­se sit­zen sie in Wandrit­zen, hin­ter Flie­sen, zwi­schen Wän­den und Möbel­stü­cken, unter dem Fuß­bo­den oder in Spal­ten im Holz.

Lebens­wei­se

Eine Kolo­nie ent­hält stets eine grö­ße­re Anzahl eier­le­gen­der Weib­chen. Unter den euro­päi­schen Bedin­gun­gen schwär­men die­se Amei­sen bis auf sel­te­ne Aus­nah­men nicht, son­dern paa­ren sich im Nes­tin­ne­ren, wo die befruch­te­ten Weib­chen dann blei­ben. Neue Kolo­ni­en kom­men zustan­de, wenn eini­ge Köni­gin­nen mit Arbei­te­rin­nen, Eiern und Lar­ven das alte Nest ver­las­sen und ein neu­es anle­gen. Jede Köni­gin legt im Lau­fe ihres Lebens nur etwa 300 Eier. Die Ent­wick­lung der Arbei­te­rin­nen von der Eiab­la­ge bis zum Schlüp­fen dau­ert etwa 37 Tage, die Ent­wick­lung der geflü­gel­ten Geschlecht­stie­re 4 Tage län­ger. Die Männ­chen leben nur eini­ge Wochen, die Weib­chen bis zu 300 Tagen. Sie besor­gen sich ihre Nah­rung nicht selbst, son­dern las­sen sich von den etwa 60 Tage leben­den Arbei­te­rin­nen füt­tern. Die Arbei­te­rin­nen pfle­gen in ers­ter Linie die Nach­kom­men­schaft und beschaf­fen Nah­rung. Die­se ist sehr abwechs­lungs­reich, besteht aus Fleisch, Fet­ten, Käse, Mar­me­la­de, Honig, Scho­ko­la­de, Brot und Gebäck, aber auch aus toten und leben­den Insek­ten (ein­schließ­lich Scha­ben), allem mög­li­chen Schmutz und auch ver­schie­de­nen ande­ren Stof­fen (z.B. Ölfar­ben, Lack). Die Arbei­te­rin­nen brin­gen auch Was­ser in beträcht­li­chen Men­gen ins Nest, sowohl zum Trin­ken als auch zur Hebung der Feuch­tig­keit im Nes­tin­ne­ren.

Scha­den

Die Pha­rao­amei­se ist ein sehr läs­ti­ger und unan­ge­neh­mer Schäd­ling, vor allem des­halb, weil sie auch in dich­te Ver­pa­ckun­gen ein­dringt. So kann man die befal­le­nen Lebens­mit­tel kaum durch vor­beu­gen­de Maß­nah­men schüt­zen.