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Mehlmotte auf grauem Hintergrund
Quel­le: https://de.wikipedia.org/wiki/Mehlmotte#mediaviewer/File:Ephestia.kuehniella.jpg

Mehl­mot­te

Vor­rats­schäd­lin­ge

Aus­se­hen

Die Mot­ten errei­chen eine Flü­gel­spann­wei­te von 25 mm. Die Vor­der- und Hin­ter­flü­gel unter­schei­den sich sicht­bar. Das vor­de­re Flü­gel­paar ist deut­lich in einer blau-braun-grau­en Far­be gebän­dert bzw. kup­fer­rot gemus­tert; das hin­te­re Paar zeigt sich gleich­mä­ßig hell­grau.

Vor­kom­men, Lebens­wei­se

Die Mehl­mot­te ist über die gan­ze Welt ver­brei­tet, wobei ihr Ursprung unklar ist. In Euro­pa erschien sie zumin­dest erst in den 70er Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts und wur­de inner­halb einer kur­zen Zeit zu einem der hart­nä­ckigs­ten Vor­rats­schäd­lin­ge, sie ist es bis heu­te geblie­ben. Die erwach­se­nen Weib­chen legen etwa 200 Eier ab, aus denen die weiß­li­chen Lar­ven schlüp­fen, die einen rau­pen­ar­ti­gen Ein­druck machen. Die aus­ge­schlüpf­te Rau­pe beginnt dann, rings um ihren Kör­per ein sei­di­ges Nähr­sub­strat zu spin­nen, wel­ches mit einem Nähr­sub­strat befes­tigt wird. Bei einer grö­ße­ren Anzahl von Rau­pen ent­ste­hen dadurch umfang­rei­che „Spinn­we­ben“, wel­che aus fasern­der Nah­rungs­an­samm­lun­gen ent­ste­hen. Die Rau­pen wer­den bis zu 20 mm lang und ver­pup­pen sich im Inne­ren des Kokons. Die­ser wird ent­we­der direkt im befal­le­nen Pro­dukt oder abseits in einer Rit­ze gespon­nen. Das Ent­wick­lungs­tem­po hängt weit­ge­hend von der Tem­pe­ra­tur ab. In unge­heiz­ten Objek­ten wech­seln sich all­jähr­lich zwei Genera­tio­nen an, in war­mer Umge­bung wer­den es sogar vier bis zehn.

Scha­den

Die Mehl­mot­te befällt vor allem Mehl und wei­te­re Müh­len­er­zeug­nis­se. Am meis­ten wird die­ser Schäd­ling in Getrei­de­müh­len gefürch­tet. Dort schä­di­gen die Rau­pen die Pro­duk­te und ver­un­rei­ni­gen sie durch Exkre­men­te und Exu­vi­en. Durch Lar­ven­fraß wer­den gro­ße Men­gen des Eisub­stra­tes ver­nich­tet. Auch der nicht befal­le­ne Teil wird durch Gespinst­gän­ge ver­klebt. Der Kot der Lar­ven bil­det zudem einen her­vor­ra­gen­den Nähr­bo­den für die ver­schie­dens­ten Pil­ze und Bak­te­ri­en.