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Eine Bettwanze krabbelt über ein Bettuch

Bettwanze

(Lat. Cimex Lec­tu­la­ri­us)
Gesund­heits­schäd­lin­ge

Fundort

Sie leben tags­über ver­bor­gen in Rit­zen, Lei­tungs­roh­ren, hin­ter Bil­dern, Boden­leis­ten, losen Tape­ten (ber­li­ne­ri­scher Name: Tape­ten­flun­der), unter Matrat­zen und Schrän­ken etc.; nachts erfolgt die Ein­wan­de­rung ins Bett des Men­schen, aber auch in die Lager von Tie­ren.
Auf­tre­ten: Ganz­jäh­rig, welt­weit.

Merkmale

In Euro­pa ist die Bett­wan­ze (Cimex lec­tu­la­ri­us) die ver­brei­tets­te Art. Die Adul­ten (Aus­ge­wach­se­nen) sind wie die Lar­ven flü­gel­los, wer­den etwa 5 – 8 mm lang, erschei­nen auch unge­so­gen rot­braun und sind stark dor­so­ven­tral abge­plat­tet (flach). Ein beson­de­res Cha­rak­te­ris­ti­kum ist der Besitz von Stink­drü­sen, die an den Hüf­ten der Hin­ter­bei­ne aus­mün­den und ein unan­ge­nehm rie­chen­des Sekret abson­dern. Die­ser Geruch ver­rät sofort einen Wan­zen­be­fall! Alle Ent­wick­lungs­sta­di­en sau­gen Blut beim Men­schen, aber auch bei vie­len Haus­tie­ren. Da sie zudem noch Käl­te ertra­gen und auch wochen­lang ohne Nah­rungs­auf­nah­me aus­kom­men , kann ein Wan­zen­be­fall auch in län­ger leer­ste­hen­den Woh­nun­gen per­sis­tie­ren und die neu­en Mie­ter „beglü­cken“. Die Bett­wan­ze besitzt kei­ne Sin­nes­or­ga­ne, die ihr die Auf­fin­dung der Wir­te auf wei­te Ent­fer­nun­gen erlau­ben, son­dern wird im Abstand von etwa 10 cm durch Kör­per­wär­me ange­lockt. Nach der Blut­sau­gung erfolgt die Paa­rung in geeig­ne­ten Ver­ste­cken. Die Weib­chen legen danach täg­lich etwa 1 – 12 der etwa 1 mm gro­ßen, gede­ckel­ten Eier (insg. 200 – 400), die an Mate­ria­li­en geklebt wer­den. Die Ent­wick­lung der geschlüpf­ten Lar­ven erfolgt hemi­me­ta­bol, d. h., die den Adul­ten bereits sehr ähneln­den Lar­ven wach­sen kon­ti­nu­ier­lich über 5 Häu­tun­gen zum Geschlecht­stier her­an. Die­se Ent­wick­lung dau­ert bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur 30 – 35 Tage. Die Adul­ten sind dann noch für etwa 1 Jahr lebens­fä­hig.

Materialschäden

Ver­un­rei­ni­gung von Tape­ten, Bett­zeug und Mobi­li­ar durch die schwar­zen, kleb­ri­gen Kot­spu­ren.

Erkrankungen

Die Bett­wan­ze über­trägt im all­ge­mei­nen kei­ne Krank­heits­er­re­ger auf den Men­schen. Der zunächst schmerz­freie Stich kann aber – ins­be­son­de­re bei Mas­sen­be­fall – sehr unan­ge­neh­me Fol­gen haben.

Bekämpfung

Ger­ne unter­brei­ten wir Ihnen einen unter öko­lo­gi­schen und öko­no­mi­schen Aspek­ten indi­vi­du­el­len Bekämp­fungs­vor­schlag. Rufen Sie uns an.